Luis Maraver

Luis Maraver wurde 1957 in Andalusien geboren. Er lebt und arbeitet seit 1972 auf Mallorca.

ARCHE

Maraver beschäftigt sich mit Malerei und Bildhauerei. In der Michael Horbach Stiftung zeigt er figurative Installationen mit Lehm, Zweigen und anderen in der Natur gefundenen sowie recycelten Materialien. Zeichnungen und Malereien ergänzen die skulpturalen Arbeiten. Die Einzelschau geht aus der Ausstellung The imaginary trip hervor, die im Contemporary Museum in Porreres und der Galerie Fran Reus, beide in Mallorca, zu sehen war.

Die ausgestellten Arbeiten beziehen sich auf die Biblische Geschichte der Arche Noah:
Laut dem Buch Genesis befahl Gott Noah, einem rechtschaffenden Mann, eine Arche zu bauen, um seine Familie und alle Tierarten vor der schrecklichen Flut zu retten.

Die Ausstellung wird zu einer Metapher für eine drohende Klimakatastrophe auf der Erde und der Unzulänglichkeit der Menschen:
Die Erzählung einer Flut am Tag des jüngsten Gerichts, in der nur die Auserwählten gerettet werden; eine zweite Chance für die Arten. Nach diesem Bibelzitat konstruiert Maraver eine traumähnliche und metaphorische Welt, die gegenwärtig von der Menschheit und deren Kampf ums Überleben belastet ist.

Maraver interessiert sich für Menschen in Grenzsituationen. Oft haben seine Arbeiten etwas Düsteres – auf den ersten oder den zweiten Blick – oder kontrastieren mit der Umgebung. Auf diese Weise erreicht der Künstler stark irritierende Momente.